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Die Spuren der Gewalt –Traumafolgen in der Sexualität

Wer sexuelle Gewalt erlitten hat, hat oft Jahre später noch mit den Folgen für die eigene Sexualität zu kämpfen. Berührungen und Nähe lassen belastende Erinnerungen lebendig werden. Angst, Ohnmacht, Fluchtimpulse und Erstarrung machen hilflos. Ekel und Schmutzgefühle verstören ebenso wie ungewollte Erregung oder Gewaltfantasien. Die Vagina verengt sich zum Schutz und tut weh, während der übrige Körper nichts spürt. Der Geist schaltet ab. Nicht immer ist hinterher klar, was beim Sex geschah. Auch weil sie ihre Bedürfnisse kaum spüren oder äußern können, sind viele Betroffene schutzlos. Grenzen und Gefahren zu erkennen, fällt ihnen schwer – weitere bela- stende Erfahrungen und Reviktimisierungen sind die Folge. Während manche Betroffene Sex deshalb lieber aus dem Weg gehen, wollen andere ihn unbedingt, weil sie sich menschliche Zuwendung erhoffen und Alleinsein nicht ertragen. Pornos und digitale Sexkontakte bergen besondere Risiken für die Betroffenen. Auch Sexsucht kommt vor. Oft sind die PartnerInnen von Betroffenen ebenfalls verunsichert und belastet.

Das Seminar vermittelt

  • Wissen zu sexuellen Traumafolgen
  • Know-how für die traumasensible Gesprächsführung, Anamnese und Diagnostik
  • Ein Behandlungskonzept, das Elemente aus der Trauma-, Sexual-, Paar- und Körpertherapie verbindet

Methodik
Vortragsteile wechseln sich ab mit Fallvorstellung per Video, Kleingruppenarbeit, Diskussion, Selbsterfahrung und Fallbesprechungen

Veranstaltungsort
Online per ZOOM
Termine
OnlineDo.21.10.202110:00-Sa.23.10.202114:00Buchen
OnlineMi.09.11.202210:00-Fr.11.11.202214:00Buchen
Kosten

360,00 Euro