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Über uns

Die Internationale Gesellschaft für systemische Therapie (IGST) wurde 1983 mit dem Ziel gegründet, das systemische Denken und Handeln weiterzuentwickeln, zu vermitteln und es in unterschiedlichen psychosozialen Kontexten umzusetzen.

Unser Weiterbildungsangebot beinhaltet eine dreijährige Weiterbildung in systemischer Therapie und Beratung, bestehend aus jeweils einem Grundkurs, einem Praxisjahr und einem Aufbaukurs. Zusätzlich werden Themen-Seminare und Selbsterfahrungs-Seminare angeboten.
Grundlagen der Weiterbildung bilden die systemische Theorie und Praxis der Neuen Heidelberger Schule, die sich in den 80er Jahren an der Abteilung für psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg in fachlicher Zusammenarbeit mit dem Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto/Kalifornien und dem Centro per lo studio della famiglia in Mailand entwickelt hat.

Die IGST ist Gründungsmitglied der Systemischen Gesellschaft, dem deutschen Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e.V.. In dem 1993 gegründeten Verband sind derzeit die meisten systemischen Weiterbildungsinstitute Deutschlands vertreten. Zu den Aufgaben zählt u.a. die berufspolitische Vertretung des systemischen Ansatzes in der Öffentlichkeit.

Systemisches Denken Systemisches Denken ist ein Paradigma, das in vielen wissenschaftlichen Disziplinen Fuß gefasst hat und weiter expandiert. Es beschäftigt sich mit der Vielzahl von Wechselwirkungen in komplexen Systemen. Es basiert zum einen auf systemtheoretischen Überlegungen, die Aufbau, Funktionen und Interaktionsprozesse von Systemen in den Mittelpunkt der Betrachtungen stellen, und zum anderen auf konstruktivistischen Annahmen. Wahlweise wird dadurch die Konstruktion von Komplexität möglich, z.B. durch das Wahrnehmen anderer Sichtweisen, oder die Reduktion von Komplexität, z.B. durch das Einnehmen der Außenperspektive.

Systemische Therapie ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren mit einer Vielzahl von Methoden und Anwendungsbereichen. Ursprünglich aus der Familientherapie entwickelt, wird sie heute in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen angewandt. Sie betrachtet den einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge seines Umfeldes und sieht Symptome als Ausdruck bestimmter Beziehungsmuster. Therapeutische Interventionen zielen darauf, Muster deutlich werden zu lassen, Ressourcen zu aktivieren und Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu erweitern. Systemische Praxis erfasst neben dem klinischen Feld auch andere Bereiche wie Beratung, Supervision, sowie Organisationsentwicklung.